Die EU hat beschlossen, Glühlampen bis zum 01.09.2012 vom Markt zu nehmen. Doch existiert dafür eine ausgereifte Alternative? Die Glühbirne verrichtete seit ihrer Erfindung durch Thomas Edison 1879 ihren Dienst. Das warme Licht sollte die nächsten 133 Jahre Häuser auf der ganzen Welt erstrahlen. In Australien wurden die Glühbirnen ab 2010 bereits verboten. Wie auch hierzulande setzt man als Ablöser noch auf die Energiesparlampe. Hier erfahren Sie, ob der Schritt nicht etwas zu voreilig war und welche Lichtquelle echte Alternative für die Glühbirne darstellt.
Doch zuerst wird der Verbot der Glühlampe in Deutschland erläutert. Am 01.09.2009 wurde die 100 W Glühbirne vom Markt genommen. Ab 01.09.2010 dürfen keine 75 W Glühlampen mehr verkauft werden (außer, es handelt sich um Lagerbestände). Ab dem 01.09.2011 sollen 60 W Glühbirnen vom Markt verschwinden. Am 01.09.2012 wird auch die 25 W Glülampe verboten. Am 01.09.2016 wird man auch Halogenlampen der Klasse C vom Markt nehmen.

Warum sind es ausgerechnet Energiesparlampen, die die ausgediente Glühlampe ersetzen sollen? Das Stichwort heißt: Energieeffizienz. In diesem Bereich ist eine Energiesparlampe der herkömlichen Glühbirne haushoch überlegen. Eine Glühlampe wandelt 95 % der Energie in Wärme um und verschwendet somit eine Menge Strom. Genau hier punktet die Energiesparlampe, die um 80 % sparsamer ist. Es geht also nur um den Energieverbrauch. An dieser Stelle tritt jedoch ein neuer Konkurrent gegen die Energiesparlampe an, der sogar noch energieeffizienter ist. Die LED-Lampe. Diese kann sogar 90% Energie gegenüber einer Glühbirne einsparen.
Während sich die Energiesparlampen auf dem Markt etablierten, war die LED-Lampe noch immer eine reine "Diode". Dieser Vorsprung trug bestimmt dazu bei, den Bekanntheitsgrad der Energiesparlampe gegenüber LED-Lampen zu steigern. Doch die LED-Lampe ist auf dem Vormarsch. Nicht zuletzt durch die Kritikpunkte, mit denen sich Energiesparlampen heutzutage auseinandersetzen müssen.

Energiesparlampen bestehen aus Leuchtstoffröhren, die Gas, der zum Leuchten gebracht wird enthalten. Um eine möglichst ähnliche Form einer Glühbirne zu imitieren, baut man um die Leuchtstoffröhre oft eine Glashöhle. Diese Höhle verringert jedoch die Leuchtkraft der Lampe. Energiesparlampen werden für die drei wichtigsten Fassungen gebaut (E14, E27 und GU10). Energiesparlampen enthalten giftiges Quecksilber und gehören deshalb in den Sondermüll.
Der Vorteil von Energiesparlampen liegt also in der Energieeinsparung. Was spricht sonst für die Leuchtstoffröhren, wenn eine LED-Lampe auf dem Gebiet effizienter ist? Im Moment ist es (noch) der Preis. Wenn man auf die Schnelle Geld einsparen will, ohne sich Gedanken um die Umwelt oder die eigene Gesundheit zu machen, dann greift man zu Energiesparlampen. Die Investition zahlt sich in Kürze je nach Gebrauch aus. Wer nicht nur auf das Geld und die größtmögliche Einsparung innerhalb kürzester Zeit, sondern auch auf die Umwelt und Gesundheit acht nimmt, sollte lieber schon heute in LED-Lampen investieren.
Im November 2011 untersuchte die Zeitung "Öko-Test" mehrere LED-Lampen mit dem Ergebnis, dass auch diese die TCO-Norm überschreiten. Laut einer Studie der "It'Is Foundation" soll die Strahlung von LED-Lampen im Vergleich zu Energiesparlampen schwächer sein.
Auch hier setzen führende Firmen bereits seit Jahren auf LEDs. Eine hohe Energieeffizienz ist in diesem Bereich besonders gefragt. Das Leben einer Batterie kann durch eine LED-Lampe enorm verlängert werden. Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.

Jahrelang galten Halogen-Lampen als große Stromfreßer. Sie wurden häufig in Decken, oder Schränken verbaut. In vielen Fällen waren gleich mehrere Lampen im Einsatz, was den Verbrauch gesteigert hat. Das größte Problem neben dem hohen Stromverbrauch, war die Wärmeentwicklung der Halogen-Lampen, die das Brandrisiko im Haus erhöhte. LED-Strahler können Halogen-Strahler ersetzen. Die Technik entwickelt sich weiter und die Lichtausbeute nimmt stets zu.
Energiesparlampen werden mit einem Flammschutzmittel behandelt. Je nach Modell können gesundheitsschädliche Dämpfe austreten. Der Gestank mancher Energiesparlampen kann sogar deutlich wahrgenommen werden. Hier punktet wieder die LED-Lampe.
Durch die eingebaute Elektronik kann man bei Energiesparlampen ein Flimmern feststellen. Man kann es besonders deutlich (je nach Empflindlichkeit) beobachten, wenn man nicht direkt auf die Lampe schaut, sie sich aber im Blickwinkel befindet. LED-Lampen flimmern genau wie Glühbirnen nicht. Hier kann man sie bedenkenlos einsetzen, ohne vom Flimmern gestört zu werden.
Wenn man eine Lampe einschaltet, erwartet man, dass ein Raum sofort mit voller Lichtkraft beleuchtet wird. Was die Glühbirne schon vor einem Jahrhundert konnte, ist bei Energiesparlampen immer noch eines der größten Probleme. Das Licht schaltet sich nicht sofort ein und wenn, dann auch mit einer verringerten Leuchtkraft. Diese Probleme existieren weder bei Glüh- noch bei LED-Lampen. Dadurch empfiehlt sich die letztere für Einsatzgebiete, in denen eine Energiesparlampe versagen würde (wie z.B. Treppenhäuser oder Bereiche wo das Licht sofort und mit voller Stärke erstrahlen soll).
War es schon die Einschaltverzögerung, die eine Energiesparlampe für den Einsatzort in Treppenhäusern disqualifizierte, so kommen noch Einschaltvorgänge dazu, die das Leben dieser Lampe verringern. Anders als bei Led- und Glühlampen spielt hier der Einschaltvorgang eine große (negative) Rolle. Dadurch wird der Einsatz von Energiesparlampen in Umgebungen, wo das Licht nicht lange brennen bleibt und oft eingeschaltet wird, problematisch und nicht sinnvoll.
LED-Lampen können dagegen sogar in Bewegungsmeldern eingebaut werden, da ihnen das häufige Einschalten keine Probleme bereitet. Natürlich macht dann auch ein Einsatz in Treppenhäusern Sinn.
Bei der Wärmeentwicklung macht die Energiesparlampe gegenüber einer Glühbirne Boden gut, doch auch die LED-Lampe bleibt kühl. Hier kann die Elektronik warm werden. Die anfallende Wärme wird von vielen Herstellern durch einen Aluminiumkühler reduziert.
Hier punktet wieder die LED-Lampe. Sie ist unempfindlich gegenüber Vibrationen und Erschütterungen. Das sieht bei Energiesparlampen und Glühbirnen anders aus. Bei Energiesparlampen ist ein Bruch sogar gesundheitsgefährlich.
Energiesparlampen enthalten hochgiftiges Quecksilber. Sie sind sicher... solange sie nicht zerbrechen. Sobald sie kaputt gehen, rät man den Raum umgehend zu verlassen und das Fenster für min. 15 Minuten zu öffnen. Die Scherben sollen mit einem Klebeband aufgesammelt und auf keinen Fall mit der bloßen Hand angefasst werden! Die Überreste dürfen nicht in den Hausmüll weggeschmissen werden, sondern müssen als Sondermüll entsorgt werden. Man sollte sich deshalb überlegen Energiesparlampen in Kinderzimmern einzusetzen.
Diese Probleme gibt es bei LED-Lampen nicht. Sie sind äußerst widerstandsfähig und enthalten zudem kein Quecksilber. Auch hier spricht alles für die LED-Lampe.
Wie man an den vielen Punkten erkennen kann, war die geplante Umstellung auf Energiesparlampen etwas voreilig. Die Technologie ist nicht ausgereift - Energiesparlampen schalten sich mit Verzögerung ein und vertragen nach wie vor nicht viele Einschaltvorgänge. Die Lampen erzeugen außerdem Elektrosmog, enthalten Blei und Quecksilber und müssen als Sondermüll entsorgt werden. Wer auf die Gesundheit und die Umwelt achtet, sollte schon heute zu LED-Lampen greifen. Diese bieten all die Vorteile der Glühbirne, darüberhinaus eine exzellente Energieeffizienz, lange Lebensdauer, geringe Wärmeentwicklung, schnelles Einschalten und Unempfindlichkeit gegenüber Stössen. Der hohe Preis sollte bei größerer Verbreitung in Zukunft sinken. Die Technologie die auf einem "gesunden" Grundgerüst aufbaut, wird schnell weiter entwickelt. Der LED-Lampe steht eine rosige Zukunft bevor.